Santoku

Ursprünglich wurde das Santoku (auch Santoku bocho) als Allzweckkochmesser konzipiert und bedeutet übersetzt auf Deutsch ""Das Messer der drei Tugenden"" (San = drei, toku = Tugend).  Der Name rührt von seinen Eigenschaften als Messer zum Schneiden von Fleisch, Fisch und Gemüse her und ist damit wohl die meist genutzte Variante der japanischen Kochmesser. Markant für das Santoku ist, dass der Klingenrücken eine Linie mit dem Griff bildet und die breite Klinge über den Griff hinaus steht. Dadurch bietet das Santoku den Fingern genügend Platz unter dem Griff um so ein schnelles Arbeiten zu ermöglichen.

Ursprünglich kann die Beliebtheit des Santokus in Japan auf die Veränderungen in der Ernährungsweise nach Ende des zweiten Weltkrieges zurück geführt werden. Vor und während des zweiten Weltkrieges waren Fisch und Gemüse die Hauptnahrungsmittel. Mit Einsetzen des Wirtschaftswunders wurde jedoch Fleisch für große Bevölkerungsteile erschwinglicher und das Santoku erlebte seine Renaissance. Aus einer Kombination von westlichen/europäischen Fleischermessern und dem traditionellen japanischen Kochmesser (Hōchō) wurde das moderne Santoku, und es beweist sich Tag aus - Tag ein. Auf Grund seines geringeren Gewichts ist das Santoku westlichen Fleischermessern im Umgang deutlich überlegen.