Der japanische Schleifstein

Japanische Schleifsteine und damit auch die Schleiftechnik unterscheiden sich von den westlichen/europäischen Schleifsteinen sehr grundlegend. Japanische Kochmesser sind viel filigraner und anfälliger als die robusten westlichen Messer. Besonders Damastmesser stellen hier die große Besonderheit dar. Bei dem Schleifvorgang darf auf Grund der unterschiedlichen Schichten keine Wärme entstehen, ansonsten könnten sich diese Schichten verändern und die Schärfe und Schnittfestigkeit der Messer wären nicht mehr gegeben.

Deshalb bestehen japanische Schleifsteine aus einem Verbund von wasserlöslichen Schleifpartikeln. Um diese Partikel frei zu setzen wird der Schleifstein vor Benutzung ca. 10 Minuten lang in ein Wasserbad gelegt. Dadurch ist die Bindung der Partikel lose und eine Hitzeentwicklung kann sehr schwer entstehen da ständig neue Schleifpartikel vom Stein freigesetzt werden. Da die Partikel des Messers und des Schleifsteins nicht wie bei herkömmlichen Schleifverfahren ungehindert aneinander reiben können entstehen keine großen Reibungsenergien. Der 'japanische' Vorgang ist also sanfter zur Klinge und erlaubt somit ein viel feineres Schleifen des Kochmessers.

Zu beachten ist, dass beim Schleifvorgang der Wasserstein immer mit einem Wasserfilm benetzt sein sollte ansonsten entsteht die oben erwähnte Reibungsenergie trotz sorgfältiger Vorbereitung. Durch Einhaltung des Schleifwinkels von rund 15 Grad ist ein gleichmäßiges und vorgegebener Schliff möglich. Haben Sie bei Ihren ersten Schleifversuchen keine Angst. Viel können Sie nicht falsch machen. Hier gilt: "Übung macht den Meister"! Wenn Sie dennoch Hemmungen haben Ihr wertvolles Kochmesser selbst zu schleifen so kontaktieren Sie uns über unseren Kundensupport und wir helfen Ihnen gerne weiter.

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